Alexandra Behm
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"Das Nest"

Alexandra Behm

Marktstraße 11

08464 Quedlinburg

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Historische Fakten zum Fachwerkhaus Marktstraße 11 in der Altstadt von Quedlinburg

Der Historiker Karlheiz Wrauer hat herausgefunden:

" ...

                      III. Marktstraße 11    

 

 Der Ackerbürgerhof mit Brauprivileg befindet sich seit 1600 im Besitz des Seifensieders Heinrich Bethge, der ihn um 1630 an seinen Sohn Zacharias Bethge (1608-1670) gleichen Handwerks vererbt. Zacharias Bethge hat diesen Brauhof etwa um 1660 mit dem Richter Paulus Probst gegen einen gleichwertigen - Schmale Straße 53 - vertauscht. Nach Probsts Tode um 1678 ging das Anwesen an einen Apotheker aus Blankenburg, vermutlich einen von Probsts Erben.

 1710 erwarb der Weinhändler Nicolaus Friese aus Zerbst den Brauhof, Schwiegervater seines Nachbesitzers, des Kaufmanns Caspar Hennenberg d.j. (*1699). Dieser war anläßlich seiner Trauung 1726 mit einer Tochter dieses Weinhändlers zunächst nach Zerbst verzogen, kam jedoch offenbar umgehend zurück und führte das Handelshaus hier fort. Es gelangte 1756 durch Erbschaft an seinen Sohn Heinrich Carl Hennenberg, und um 1821 besaß es dessen Witwe. Selbst noch 1852 war es Hennenbergscher Besitz. 1878 ist aber der (vor allem wegen seiner die Malereien Wilhelm Steuerwaldts betreffenden Steinschnitte) verdienstvolle Quedlinburger Lithograph Carl Virgin (1827-1897) als Hauseigentümer aufgeführt, bevor es um 1895 zum Handelshaus des Kaufmanns Behm umgebaut wurde (vgl. Datenblatt), in dessen Familienbesitz es sich heute noch befindet.

 

 Zweifellos ist das große spätbarocke Hauptgebäude von Heinrich Carl Hennenberg erbaut worden, als dieser das Anwesen von seinem Vater übernommen hat – oft der Anlaß für einen gründlichen Neu- oder Umbau, der entsprechend um 1760 stattgefunden haben dürfte. Wie oben gesagt, wird auch diese Bauaufgabe von Johann Joachim Kohlwaage ausgeführt worden sein, sicher zeitnah zu Marktstraße 10.

 

 Zu dem neuen, den Aufstieg eines selbstbewußten Bürgertums  ankündigenden Vordergebäude passend ist offenbar der langgezogene nördliche, aus zwei Gebäuden bestehende Seitenflügel im Jahre 1764 aufgeführt worden, wie durch eine entsprechende Datierung in dem zugehörigen Kellergewölbe gesichert ist [9]. Dieser Seitenflügel hat noch eine der sonst zumeist abgebrochenen Galerien aufzuweisen, womöglich aus der Bauzeit der beiden Gebäude. Er ist nach dem 2.Weltkrieg vom Marschlinger Hof aus zugänglich gemacht worden, weil der noch 1896 vorhandene Torweg einige Jahre später auf einen reinen Hauseingang reduziert worden war. Ob die Grenzen des Grundstückes bis zur nördlichen Erweiterung der Marktschule bis zum Weingarten reichten, ist unbestimmt (Abb.1), wie über das Schicksal der noch 1782 definierten Gartenstücke keine bestimmten Aussagen gemacht werden können.  

 

 Auf dem Lichtbild aus dem Jahre 1896 (Abb.6) ist noch der ein Jahr später beseitigte Fachwerk-Unterstock angeschnitten halbwegs dokumentiert [8]. Die mit den Oberstöcken korrespondierende Größe von dessen nicht ursprünglichen Fenstern und ihre Höhe erinnert an ein offenbar bereits beseitigtes Zwischengeschoß; das zugehörige Souterrain und das Zwischengeschoß werden beide sehr niedrig gehalten gewesen sein, so daß eine leicht zu beseitigende geringfügige Eintiefung des Unterstockes ausreichend gewesen sein wird und eine Unterkellerung unterbleiben konnte. Das massive Untergeschoß von 1897 [8] jedenfalls ist nicht unterkellert (Abb.14). Der Torweg (Abb.6) war offensichtlich die reduzierte Ausführung eines viel größeren, zu Beginn des 19.Jhd. nicht mehr benötigten Vorgängers, wie die Gliederung des abgebrochenen Unterstockes beweist. Das verbliebene rundbogige, sicher auch als Hauseingang genutzte Tor war für kleinere Fuhrwerke immer noch ausreichend; es erinnert an den benachbarten Torweg von Marktstraße 9. Der Unterstock wurde mit diesen sicher noch Hennenbergschen Umbauten dem Zeitgeschmack des beginnenden Biedermeier angepaßt; vermutlich ist gleichzeitig die Brauerei aufgegeben worden. 

 

Das mächtige, platzbestimmende Fachwerkhaus (Abb.15) zu wahrscheinlich neun Dachgebinden mit acht Fensterachsen über die beiden Oberstöcke fällt vor allem durch seinen edlen Ständerrhythmus auf, dessen gleichmäßig zwischen den Fenstern enggestellte Doppel-Ständer in Verbindung mit kurzen Querriegeln zwischen den Ständern und durchgehenden Profilleisten unter den Schwellen den einzigen Schmuck der gesamten Straßenfront bilden – abgesehen allerdings von dem schönen durch die beiden Oberstöcke geführten mittigen und zwei Fensterachsen breiten und übergiebelten Kastenerker (Abb.16). Ein mit der Fassade der Oberstöcke fluchtendes Zwerchhaus in der Breite des Erkers mit aufgesetztem Dreiecksgiebel (Abb.17) ähnlich Markt 9 bildet den Abschluß der großartigen Vorderfront. Der Erker ist genauso wie das Zwerchhaus durch Pilaster gegliedert, wobei deren korinthische Kapitelle im zweiten Oberstock das kräftige Gebälk des dreieckigen Giebels stützen, in dessen Scheitel eine kleine Kartusche den Abschluß bildet. Diese Anordnung wiederholt sich am Zwerchhaus, das ähnlich wie an Marktstraße 9 nicht für einen Lastenaufzug vorgesehen ist. Zwei von den ursprünglich kleineren Dachgaupen gleichen Zuschnitts wie das Zwerchhaus beleben den Dachbereich zusätzlich.

 

 Zusammen mit dem massiv ersetzten Unterstock wurde 1897 (Abb.13) ein außerhalb des Gebäudes angelegtes Treppenhaus mit Abortanlage errichtet, das den in die Rückseite des Hauses eingreifenden Torweg überbaute, ohne den Zugang zu den hofseitigen Wirtschaftsgebäuden zu behindern. Deren wesentliche und bis heute verbliebenen Teile bilden zwei nördliche Seitengebäude des 18.Jhd. (Abb.14), deren Oberstöcke durch eine Hofgalerie miteinander verbunden sind, die durch Dächer auf weit vorgezogenen Aufschieblingen geschützt sind. In neuerer Zeit wurde der rückwärtige Flügel abgebrochen, so daß nach Abbruch von Marschlinger Hof 2-5 ein Zugang des Hofbereiches vom Marschlinger Hof aus gewährleistet ist. ..."

Das Haus Marktstraße 11 hat mein Urgoßvater Friedrich Wilhelm Karl Behm um 1895 gekauft, als es noch einen Torbogen gab und das Weingeschäft im Hochpaterre über eine Treppe zuerreichen war, wie auf dem Hintergrundbild zu sehen. Seither wurde das Haus in der Familie Behm über viele Generationen vererbt und der Torbogen wurde auf einen Hauseingang reduziert. Die Tür mit dem üppigen Schnitzwerk ist bis heute erhalten. Der Eingang zum Laden liegt heute ebenerdig.

 

Unter der Decke des Rundgewölbekellers im letzten hinteren Gebäudeflügel gibt es eine Grundsteinlegungstafel die auf das Jahr 1764 verweist. Der gesandstrahlte vordere Teil dieses Gewölbekellers ist durch den Laden auch heute frei begehbar.

 

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der hinter dem Haus liegende Garten, der an den Weingarten grenzte, von der Gemeinde konfisziert, um einen Schulneubau zu errichten. weiterlesen ... 

Die Fassade zur Marktstraße wurde direkt nach der deutsch - deutschen Wiedervereinigung renoviert. 

Die Nordfassade zum Marschlinger Hof wurde 2013, mit dankenswerter Hilfe des Grundstückbesitzers des Nachbarhauses Marktstraße 12 renoviert. 

Die Südseite mit der offenen Holzveranda oder wie es auf Wikipedia heißt: "die Galerie im Stiel des Spätbarock", wartet breits ungeduldig auf ihre Renovierung. 

Das Treppenhaus hat im September 2014 & August 2015 einen neuen Anstrich erhalten. Der Feinschliff am Treppengeländer zieht sich noch hin, da wir unsere Feriengäste nicht den Farbausdüstungen aussetzen wollen. Leider zieht sich die Fertigstellung der Arbeiten in die Länge, da am 16.08.2015 und am 2.06.2016 durch Starkregen große Teile der Altstadt regerecht abgesoffen sind.

 

Zwei Hausbrände in unmittelbarer Nachbarschaft zeichnen bis heute das Antlitz des Hauses.

Das Hinterhaus der Marktstraße 10 ist vor 1999 komplett abgebrannt. Die angrenzende Südfassade des Treppenhauses der Marktstraße 11 ist bis heute nicht instandgesetzt. Gut zu sehen vom angrenzenden Schulhof.

In der Sylvesternacht 2004 auf 2005 ist das gegenüberliegende Haus, Kornmarkt 3 Ecke Schmale Straße bis auf das Untergeschoss runtergebrannt. Die Fassade der Marktstraße 11 wurde dabei so heiß, dass man die Fensterscheiben von innen nicht mehr berühren konnte. Die Fassadenfarbe hat dabei heftige Risse bekommen. Nach dem die Fassade abgekühlt war begann sich die Farbe abzulösen. Nach beiden Bränden gab es keinen Schadensersatz durch eine Versicherung.      

 

2013 wurde der Bürgersteig im Rahmen von Straßensanierungsarbeiten entfernt und nun reicht das Straßenpflaster bis an die Hausfront. Die Pflasterarbeiten wurden 2014 wiederholt, da die Pflastersteine den milden Winter 2013/2014 nicht überstanden hatten.

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Am späten Abend des 16. August 2015 öffnete sich der Himmel und in weniger als 1 Stunde kommen 59 Liter pro Quadratmeter Regen wie eine Wasserwand runter und leider dann zur Haustür rein und zur Hoftür wieder raus. Im Laden lief das Wasser allerdings direkt in den Gewölbekeller. 

Die Arbeit die ich in die Renovierung des Treppenhauses Juli 2015 investiert habe, hätte ich mir sparen können. So überraschte die erneute Überschwemmung am 02.06.2016 mit über 60 Litern pro Stunde niemanden. 

  Bei der Sanierung des Straßenpflasters auf dem Markt und den umliegenden Straßen wurden neue Regen- wasserkanäle gebaut und die Gefällerichtung der Straßen geändert. So fließt jetzt der Regen, der nicht von den Kanälen auf dem Markt aufgenommen werden kann in die Marktstraße, ebenso der Regen aus dem Marschlinger Hof. Zudem hat die Stadt den Gehweg vor der Marktstraße 11 zurückgebaut und dabei die Anbindung des Pflasters an die Hauswand um über 20 cm abgesenkt. Auf der Kreuzung vor dem Haus zum Kornmarkt wurde dafür ein Hügel angelegt. Jetzt staut sich das Regenwasser direkt vor der Marktstraße 11 und so wird auch dieser Starkregen nicht der Letzte sein der mein Haus flutet, 

 

Die Ferienwohnung wurde bis Juni 2014 renoviert. Die Einrichtung wurde Anfang Juli 2014 fertiggestellt.

 

Gegenüber auf dem Marktkirchhof wird im Herbst 2014 wieder einmal für einen Kinofilm gedrehrt. Diesmal bildet Quedlinburgs Innenstadt die Kulisse für "Heidi" unter der Regie von Alain Gsponer. Frankfurt hat wohl nicht mehr genügend Altstadt zu bieten.

Selbst für "7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug" durfte die Stadt bereits 2005 als Kulisse herhalten.

Auch für "Heiter bis tödlich" wurden immerwieder Serien hier gedrehrt.